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10.12.2019 - 20:00 Uhr

Pariser Leben - Operette in vier Akten von Jacques Offenbach

Zum 200. Geburtstag von Jacques Offenbach setzen die "Südt. Operettenspiele" erstmals ein Werk dieses Komponisten, welcher ja als "Erfinder bzw. Vater der Operette" gilt, auf das Programm. "Pariser Leben" gehört zu seinen bekanntesten Operetten; hier dominiert noch nicht der Wiener Walzer, sondern der französische "Galopp infernal", wie der berühmte Cancan auch genannt wird. Ein Werk voller Übermut, Humor und Lebensfreude, was in der effektvollen Musik Offenbachs seinen Ausdruck findet.

Zum Stück
Wahrscheinlich kennt jeder den berühmten Cancan aus Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“, welchen neben „Die schöne Helena“ und „Pariser Leben“ zu Offenbachs erfolgreichsten Operetten gehört. Einen um nichts weniger effektvoller Cancan schrieb der Komponist auch für sein Werk „Pariser Leben“, welches im Auftrag des Theater Palais Royal für die 6. Weltausstellung in Paris im Jahre 1867 entstand. Da die Arbeit rascher als geplant vor sich geht, ist die Operette bereits ein Jahr vor der Weltausstellung fertig, und somit kann die Uraufführung am 31. Oktober 1866 über die Bühne gehen. Schon ein Jahr später findet in Wien die deutschsprachige Erstaufführung statt, wo man das neue Genre Operette sofort mit  Begeisterung aufnimmt; kein Geringerer als Johann Nestroy hat in seiner Funktion als Theaterleiter bereits einige frühere Operetten Offenbachs nach Wien geholt. Während diese als französisches Produkt eines deutschen Komponisten um die Welt gehen entsteht in Wien - nachdem sich Johann Strauß für diese neue Form des Musiktheaters interessiert - jene klassische Operette, mit welcher man heute einen Großteil dieses Genres verbindet. Obwohl anstelle des feurigen Cancan der elegante Wiener Walzer tritt, übernimmt man von Offenbach dessen Leichtigkeit und Esprit und seine Vorliebe für einfache, aber schmeichelnde Melodien und leicht verständliche Ohrwürmer. Dabei setzt Offenbach - mehr als seine Wiener Nachfolger - seine Melodien auch gerne mit einer gehörigen Portion Ironie und Satire ein, indem er übertriebenes Operngehabemusikalisch parodiert und seine Themen so einsetzt, dass eine spöttische Hintergründigkeit entsteht. Dem Begriff „Offenbachiade“, mit welcher man diese ausgelassenen Bühnenwerke auch gerne bezeichnet, haftet seither auch etwas Karikaturhaftes an. So ist es kein Zufall, dass seine Glanzzeit mit jener „belle époque“ zusammenfällt, welche um die Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem in Paris viel gesellschaftlichen Aufschwung, aber auch Leichtlebigkeit mit sich brachte. Offenbach hat nicht nur mit dem wirbelnden Cancan dieser Gesellschaft in so treffender Weise einen Spiegel vorgehalten, dass selbst die damalige Kaiserin Eugenie diese Epoche als eine „einzige große Operette Offenbachs“ bezeichnete. Mit dem deutsch-französischen Krieg 1870 geht auch  ffenbachs musikalische Herrschaft in Frankreich zu Ende… - fast genauso „verendet“ die Wiener Operette 1914 in der Katastrophe des 1. Weltkrieges.

Handlung
Als Baron und Baronin von Quirein nach Paris reisen, werden sie gleich bei ihrer Ankunft vom Lebemann Gardefeu empfangen; dieser gibt das Apartment seiner Tante Madame Karadec als Dependance des Grand Hotels aus und quartiert das Paar dort ein. Der Baron hat für Gardefeu‘s Verflossene, die leichtlebige Metella ein Empfehlungsschreiben mit, was Gardefeu eifersüchtig zur Kenntnis nimmt, ihn aber nicht daran hindert, der Baronin den Hof zu machen.
Der Baron soll sich im angeblichen Nobelhotel wohlfühlen, weshalb Gardefeu ein großes Abendessen arrangiert, bei welchem allerlei eigenartige Leute auftauchen und dem Baron eine vornehme Gesellschaft vorgaukeln.
Damit Gardefeu mit der Baronin allein sein kann, lädt dessen Freund Bobinet den Baron am folgenden Abend zu einem noblen Empfang in seine Villa ein. Bobinet selbst tritt dort als angeblicher Admiral auf; die Angestellten des Hauses, darunter die temperamentvolle Pauline, bieten dem begeisterten Baron eine große Gesellschaft. Damit dieser nicht zu früh das Fest verläßt, wird er in ein feuchtes Trinkgelage verwickelt. Als Bobinets Tante Karadec und deren Nichte früher als geplant zurückkommen, machen sie der Fete ein Ende, fliehen dann aber zur Baronin in Gardefeu‘s Haus. Dieser hat inzwischen versucht, die Baronin zu erobern.
Diese hat allerdings von Metella erfahren, was es mit dem Fremdenführer und dem angeblichen Hotel auf sich hat; gemeinsam beschließt man, den untreuen Männern einen Denkzettel zu verpassen. Das Finale findet im Trocadero statt, wo ein zwielichtiger Sizilianer zu einem Fest geladen hat, und wo sich die Vorwürfe und Beschuldigungen auflösen, weil die Gäste aus den Alpen erkennen „müssen“, dass sie eigentlich durch Gardefeu‘s Aktion das echte „Pariser Leben“ kennengelernt haben.

Besetzung der Vorstellungen: 

Baron von Quirein
Michael Feichter
6./7.**/8.** Dez.
22.*/26.*/27./28.**/29.** Dez. 
Leo Ploner
7.*/8.* Dez.
10./22.**/26.**/28.*/29.* Dez.

Baronin Christine von Quirein
Erika Mussner
7.*/8.*+** Dez.
22.*/26.**/27./28.**/29.* Dez.
Marieke Volgger
6./7.** Dez.
10./22.**/26.*/28.*/29.** Dez.

Metella
Anna Lucia Nardi
7.*+**/8.* Dez.
22.**/26.*+**/28.*+** Dez.
Mirjam Gruber
6./8.** Dez.
10./22.*/27./29.*+** Dez.

Gabrielle
Priska Malsiner
7.*/8.** Dez.
22.*/26.**/27./28.**/29.* Dez.
Maria Theresia Platter
6./7.**/8.* Dez.
10./22.**/26.*/ 28.*/29.** Dez.

Raoul de Gardefeu
Roman Pichler
7.*+** Dez.
8.*+**/10./28.*+** Dez.
Georg Hasler
6. Dez.
22.*+**/26.*+**/27./29.*+** Dez.

Bobinet
Martin Ganthaler

Ein Sizilianer
Simone Marchesini

Pauline
Heidrun Mark
6. 8.*+** Dez.
22.*+**/28.*/29.* Dez.
Vroni Pircher
7.*+**/10. Dez.
26.*+**/27./28.**/29.** Dez.

Frick 
Rene Weger
8.*+** Dez.
10./26.*+**/29.*+** Dez.   
Renzo Huber
6./7*+** Dez.
22.*+**/27./28.*+** Dez.    

Prosper
Jonas Pietersteiner

Urbain
David Thaler

Gontram
Elias Jocher & Andreas Pedross

Joseph / Alphons / Didier
Aaron Kerschbaumer

Leibwächter / Diener
Benedikt Hinteregger

Madame Karadec
Marlene Ploner

Madame Verdure
Patrizia Federer

Chor-Solistinnen
Lisa Deltedesco, Lisa Messner, 
Sara Mittelberger, Anna Stolz,
Marlis Taibon, Julia Wieser,
Ingrid Wieser

Chor und Orchester der "Südt. Operettenspiele"

Dirigent: Davide Lorenzato 

Regie: Leo Ploner

(*)  1. Vorstellung um 15.00 Uhr
(**) 2. Vorstellung um 19.00 Uhr

Pariser_Leben_Plakat

Anmeldung & Info:

Veranstalter: Komödie Brixen

Kartenvorverkauf ab Montag, 4. November:
Forum Brixen-Bressanone
Tel. 0472 275522 (NEUE NUMMER!!!)
(Bürozeiten: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr)

Reservierte Karten sind innerhalb Freitag, 29. November abzuholen, ansonsten werden sie automatisch freigegeben!

Für die Aufführungen nach Weihnachten sind die Karten innerhalb Mittwoch, 18. Dezember abzuholen, ansonsten werden sie automatisch freigegeben!

Weitere Termine:
06.12.2019 - 20:00 Uhr
07.12.2019 - 15:00 Uhr
07.12.2019 - 19:00 Uhr
08.12.2019 - 15:00 Uhr
08.12.2019 - 19:00 Uhr
22.12.2019 - 15:00 Uhr
22.12.2019 - 19:00 Uhr
26.12.2019 - 15:00 Uhr
26.12.2019 - 19:00 Uhr
27.12.2019 - 20:00 Uhr
28.12.2019 - 15:00 Uhr
28.12.2019 - 19:00 Uhr
29.12.2019 - 15:00 Uhr
29.12.2019 - 19:00 Uhr

Weiterführender Link: www.suedtiroler-operettenspiele.com

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